Interview
Thomas Luding

Erziehung ist ein Prozess. Sie ist die gemeinsame Zeit miteinander. Und in dieser Zeit trägt sie ihr Ziel bereits in sich.
Wenn man überhaupt von Erziehungszielen sprechen möchte, dann sind sie für mich eher grundlegend:

  • dass Kinder sich gesund entwickeln – geistig, körperlich und seelisch,
  • dass sie später glücklich sein können,
  • dass sie sich selbst reflektieren lernen,
  • dass sie durch Bildung gesellschaftliche Teilhabe erfahren,
  • dass sie mit sich allein sein können und zugleich in Gruppen und Beziehungen gut und verantwortungsvoll handeln.

Entwicklung entsteht nicht durch permanente Steuerung, sondern im gemeinsamen Leben. Kinder wachsen an ihren Eltern – und Eltern an ihren Kindern. Wenn diese Zeit als wertvoll erlebt wird, entsteht Wachstum fast selbstverständlich.

Und genau das gilt auch für unsere Lebensorte. Wenn Mitarbeitende sich auf die Kinder und auf die gemeinsame Zeit freuen, dann entsteht Entwicklung für alle Beteiligten.

Meine Kolleginnen und Kollegen haben für mich den größten Stellenwert. Ohne sie hätte sich Kibulu nicht so entwickeln können. Keine Stabilität, keine neuen Lebensorte, keine Qualität im Alltag.

Die eigentliche Arbeit passiert nicht in Leitungsrunden. Sie passiert in Nachtdiensten, in Krisen, in Gesprächen, in Geduld, im Aushalten – und auch im gemeinsamen Lachen. Dort entsteht Beziehung. Dort entsteht Vertrauen. Dort wird Haltung gelebt.

Ich kann Rahmen setzen und Orientierung geben. Aber das, was Kibulu wirklich trägt, sind die Menschen, die hier jeden Tag Verantwortung übernehmen. Und dafür empfinde ich große Dankbarkeit und großen Respekt.

ein lachendes Mädchen hält die Hände zum Herzen geformt

Über Kibulu

Seit 2007 gestalten wir Jugendhilfe mit Herz, Haltung und echter Nähe. Was uns antreibt: Perspektiven schaffen, die wirklich tragen.

mehrere Personen grüßen sich per Faust

Karriere bei Kibulu

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